Walk down memory lane

December 15th, 2016

Falls jemand hier aus Versehen drauf kommt: Ich habe mal mein altes Blog reaktiviert. Nur um mal zu schauen, wie es damals, vor 9 Jahren, so war.

Arrogant.de in Telepolis

November 6th, 2007

Toll, ich werde in Telepolis erwähnt, im Artikel Überwacht die Überwacher!.
Wie nett. Daher quillt meine Webstatistik über… und ich hab mich schon gewundert.

Tour durch Belgien: Gent

September 25th, 2007

Wie schon angekündigt werde ich ab heute ein paar Bilder von meinem Kurzurlaub in Belgien zeigen.

Ich fange an mit Gent, eine wunderschöne Stadt mit sehr buntem Architekturmix. Ich finde, hier kommt die Mischung aus französischen und niederländischen Einflüssen sehr zur Geltung. Während der Bereich um die direkte Innenstadt sehr französisch aussieht, typische innerstädtische Reihenhäuser mit Fensterläden und gusseisernen Balkongeländern, ist das Hauptzentrum fast wie in Amsterdam. Kanäle, die typischen Klinkerhäuser etc.

Timo vs. Colt / Telekom: Epilog

September 24th, 2007

Heute ist der 24.9.2007, also knapp einen Monat nach dem Umzug.
Mein seelisches Gleichgewicht hat sich langsam wieder eingestellt. Die Freude über die neuen Räume ist noch immer spürbar, in meinem Büro stehen zwar immer noch Kisten rum, und es gibt immer noch die ein oder andere Aufgabe die zu erledigen ist, dennoch macht es viel Spaß hier.

Übrigens hat auch die Telekom noch Aufgaben zu erledigen. Die aufmerksamen Leser unter Euch werden vielleicht festgestellt haben, dass ich nie mehr von DSL 16.000 gesprochen habe. Nur bei der Bestellung habe ich es mal kurz erwähnt. Die Aussage der Telekom war, wir werden erst einmal das bekommen, was wir vorher hatten (DSL 3000) und würden dann nach ein paar Tagen auf 16.000 hochgestuft werden.

Wir haben noch immer DSL 3000, bisher hat sich bei uns allerdings niemand weiter darum gekümmert, schließlich möchte man ja auch mal wieder “normal” arbeiten, ist immerhin eine Menge liegen geblieben in der Zeit. Allerdings fühlten wir uns genötigt, doch etwas zu tun, als neulich die erste Telekomrechnung kam. Darauf wurden sowohl DSL 3000 als auch DSL 16000 berechnet. Ein prima Anlass mal danach zu fragen, wann wir die Leistung denn auch bekommen würden.
Auf den Rückruf des Ansprechpartners warten wir noch.

Was die Rechnungen angeht, so ist auch Colt nicht zimperlich. Sie haben uns die Installation der S2M-Anschlüsse berechnet (die S0-Anschlüsse allerdings (noch) nicht). Dabei haben Sie anstelle von insgesamt 590 EUR gleich mal 590 EUR pro Anschluß gemacht. Aber auch darum wird sich bereits gekümmert.

Der von der Installation noch übrige kaputte S0-Anschluß wurde von Colt allerdings gleich nach ein paar Tagen ohne Schwierigkeiten repariert, wir sind also relativ schnell wieder in voller Leitungsbreite unterwegs gewesen.

Rückblickend kann ich feststellen, dass man sich bei der Telekom gleich zu Beginn die Mühe machen sollte, zum T-Punkt zu gehen. Dort klappt es gleich erheblich besser als bei der Hotline und ist nebenbei auch weniger aggressionsfördernd. Außerdem hat man eine konkrete Ansprechperson, die wenigstens ein bisschen mit dem Fall vertraut ist, das ist wesentlich hilfreicher als jedes Mal erneut die ganze Geschichte der Hotline zu erzählen.

Was die Colt-Geschichte angeht, so bin ich nach wie vor ziemlich sauer. Natürlich ist mir anzulasten, dass mir bei der späteren Bestellung das S2M anstelle S0 nicht aufgefallen ist. Ich habe den Fehler von Colt also nicht gleich bemerkt. Zu meiner Entschuldigung ist jedoch zu sagen, dass die gesamte Leistungsbeschreibung fast ausschließlich aus Kürzeln und Marketingnamen besteht und S2M nur eins der vielen Kürzel war. Und es kann ja wohl kaum meine Aufgabe als Kunde sein, jedes einzelne Kürzel exakt nachzuschlagen, wenn ich nichts weiter möchte als einen einfachen Umzug meiner bisherigen Leistungen.
Ich weiß, dass jeder einzelne Fehler für sich genommen eigentlich nicht weiter schlimm war, die Summe hat allerdings zu dem katastrophalen Ergebnis geführt. Wir sind vor Jahren zu Colt gewechselt, um der Telekom zu entfliehen und in der Hoffnung, dass man dort einen erheblich besseren Service bekommt. Bis zum Umzug war das eigentlich auch immer der Fall, wir waren bis dato sehr zufriedener Colt-Kunde.
Ich bin auch nach wie vor der Meinung, bei Colt besser aufgehoben zu sein, denn der Kontakt ist erheblich direkter und im Zweifelsfall ist Colt sicherlich flexibler als die Telekom. Wie schnell es bei der Telekom gegangen wäre, das S2M in ein S0 umzuwandeln, darüber will ich garnicht nachdenken.

Für mich persönlich war es an der Grenze des Erträglichen. Ein Umzug besteht ja nun aus erheblich mehr als nur den Telekommunikationsdiensten, ich hatte eigentlich gehofft, dass man dort einmal den Auftrag erteilt und alles andere dann ohne Probleme über die Bühne gehen sollte.

Außerdem musste ich unter anderen wegen dieser Geschichte meinen seit einem halben Jahr geplanten (und bereits gebuchten) China-Urlaub absagen, da der Umzug eigentlich für etwas früher geplant war. Aber gut, nun kann ich mich mit aller Kraft auf mein neues Projekt konzentrieren: Meinen 1-2-jährigen USA-Aufenthalt. Mehr dazu bald.

Ich hoffe, diese kleine Geschichte war unterhaltsam für Euch, so hatte sie wenigstens etwas Gutes…

Timo vs. Colt / Telekom, Tag 51: Freitag, 31.08.2008

September 21st, 2007

Der 5. Tag ohne Telefon

Gestern Abend konnte ich mit dem Chef der Techniker telefonieren. Er wirkte zerknirscht. Er hatte niemanden mehr von der Planungsgruppe erreicht, aber eine Mail geschrieben. Sobald die Gruppe heute früh zusammenkommt, müssen sie die Entscheidung treffen. Die Dringlichkeit wurde mitgeteilt.

Mir ist es mittlerweile fast egal, ob es heute klappt oder nicht. Offen gestanden glaube ich auch nicht mehr daran. Was passiert denn, wenn die Planungsgruppe dem nicht zustimmt? Wer bewahrt mich dann vor einem Herzinfarkt? Wer hält dann mein Blut davon ab zu kochen?
Gilt es als Notwehr, wenn ich alle Beteiligten einfach umbringe?

Gegen Vormittag klingelt der Techniker an der Tür. Die Planungsgruppe hat dem Vorschlag zugestimmt, er kann es jetzt installieren. Er schließt sich in den Keller ein und ich überlege, welche Möglichkeiten es denn nun noch gibt zu scheitern. Mir fallen keine ein, aber meine Kreativität hätte diesbezüglich schon vor ca. 4 Wochen versagt.
Nach anderthalb Stunden kommt der Techniker zurück. Ich frage, ob denn alles geklappt hat.
“Ja, geht nun. Aber es war nicht unproblematisch.”
Das war wieder ein bisschen mehr Information als ich mir gewünscht hätte. Ein einfaches “Ja” hätte mir völlig gereicht.
Er verzieht sich in den Serverraum, wo die neue Technik installiert wird. Wenig später kommt er in mein Büro und meint:
“Ok, alles fertig.”

Ich kann es ja kaum glauben. Wir gehen in den Serverraum und testen. Das bedeutet wir stecken nach und nach immer einzeln die verschiedenen Anschlüsse in die verschiedenen NTBAs, um zu testen, dass auch wirklich alle Leitungen funktionieren. D.h. Kabel rein, Anruf tätigen, Kabel wieder raus. Nächstes Kabel rein, Anruf tätigen, Kabel wieder raus.
Eine der Leitungen hat massive Störgeräusche, aber was solls, wenn alle anderen funktionieren soll mich das nicht stören, das kann ja die kommenden Tage noch gefixt werden. So lange kommen wir auch mit einer Leitung weniger aus.
Sieht soweit gut aus, die Telefonanlage kann damit umgehen, wir können raustelefonieren. Kurz vor Ende der Testreihe ist das Telefon mit dem ich immer getestet habe (im Büro das am nächsten zum Serverraum ist) einfach aus. Das sind Anlagentelefone, d.h. sie werden durch die Anlage betrieben. Alle Telefone sind aus. Und sie bleiben aus.
Ich warte ein paar Minuten, denn falls die Anlage sich resettet hat, fährt sie normalerweise in 2-3 Minuten hoch.
Nichts passiert.

Ich schalte die Anlage einmal aus und wieder ein. Nun fährt sie wieder hoch. Ich erkenne es am Blinken der LEDs an den Telefonen.

Irgendwann ist die Anlage wieder bereit, im Display der Telefone stehen wieder Dinge. Falsche Dinge. Ganz falsche Dinge. Falsche Telefonnummern, falsches Datum, falsche Uhrzeit, falsche Systembezeichnung. Sieht irgendwie aus wie eine Standardeinstellung.
Der Colt-Techniker kann sich zum Glück noch eine Weile mit Abbauen und Aufräumen beschäftigen.

Die Standardeinstellung also, was bedeutet das? Das bedeutet, dass alle Einstellungen die wir haben, nicht mehr verfügbar sind. Halb so wild, ich habe ja ein Backup. Nur wie spiele ich das ein? Die Anlage hat alle IP-Adressen vergessen, alle Passwörter, alle Zugangsdaten. Ich habe nun eine Blackbox bei mir rumstehen, die mich nicht kennt und deswegen fremdelt.

Also rufe ich beim Siemens-Support an (ja, mit dem Handy, zum Glück mit frisch aufgeladenem Akku). Der Service-Techniker an der Hotline sagt mir, wie ich mit dem Servicetelefon (das ist das am ersten Port, zufälligerweise das Telefon an meinem Arbeitsplatz) IP-Adressen und so weiter konfigurieren kann, so dass ich das Backup einspielen kann. Tja, aber irgendwo ist da noch ein Passwort, das niemand kennt. Ich kann zwar die IP-Adresse konfigurieren, aber die Zugänge meiner Backupdatei und die auf der Anlage stimmen nicht überein.
Kein Problem sagt der Hotliner, er kann sich da einwählen in die Anlage, ich sollte doch mal die Telefonnummer nennen. Haha. Die Telefonnummer. Die landet im Moment noch auf dem Telekomanschluß.

Ich renne zum Colt-Techniker und sage, er soll doch dann bitte jetzt die Rufnummern wieder auf die Colt-Leitungen umschalten. Wir haben zwar noch nicht alles getestet, aber das ist im Moment egal.

Wenige Minuten später ist die Rufnummer umgeschaltet. Der Siemens-Techniker kann sich in die Anlage einwählen und kann mein Backup einspielen. Die Anlage hat nun wieder alle Einstellungen.

Nun können wir die alle Tests abschließen, die Leitungen (bis auf eine, wie schon erwähnt) funktionieren. Es sieht wohl so aus, wie wenn wir tatsächlich Telefon hätten. Der Techniker verabschiedet sich und entschuldigt sich noch einmal in aller Form.

Telefon und Internet. Das 21. Jahrhundert ist nun auch bei uns wieder angekommen. Ich rufe mich auf dem Handy an und telefoniere ein bisschen mit mir selbst. Ich kann es kaum glauben. Aber doch, es funktioniert. Auf einmal klingelt mein Telefon. Ein Kunde. Ich freue mich sehr über den Anruf. Der Kunde ist das von mir nicht gewöhnt und ist irritiert. Er nimmt es mir aber nicht übel, wer hat schon was gegen gut gelaunte Gesprächspartner!?

Somit ist die Geschichte abgeschlossen. Nach nur 7 Wochen konnte ein so unglaublich schwieriges Projekt die der Umzug einer Telefonleitung durchgeführt werden. Hut ab.

Ihr werdet Euch sicherlich für mich freuen, dass ich ab sofort mich nicht mehr mit dem Thema auseinandersetzen muss. Nun kann es ja nichts mehr geben, das Colt oder die Telekom falsch machen können. Geht ja nun alles.
Oder? Naja…